Die meisten Erkrankungen des Patellofemoralgelenks können durch physikalische Therapie erfolgreich behandelt werden. Wenn sich der Zustand nicht ausreichend bessert, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Die Behandlung bei einer wiederholten Dislozierung der Patella erfordert Untersuchungen, um die Ursache zu ermitteln. Es kann erforderlich sein, die Patella-Furche nachzuformen oder eine Achsausrichtung (Realignment) durchzuführen. Dies ist in der Regel erfolgreich, obwohl es bei Arthritis in der langfristigen Entwicklung häufig zu Veränderungen kommt. Operationen zur Korrektur von Fehlstellungen der Patella und des Streckmechanismus sind mäßig erfolgreich, führen sie doch selten zu einem absolut normal funktionierenden Knie. Die langfristigen Ergebnisse dieser Verfahren nach 15 – 20 Jahren sind noch nicht bekannt, wenn jedoch ein Schaden an der Gelenkfläche vorliegt, wird dies möglicherweise zu Arthritissymptomen führen. Ein isolierter Patellofemoraler-Ersatz bei gravierender, ausgeprägter Arthritis zeigte gute kurzfristige Resultate. Die älteren Modelle waren nicht sehr haltbar und nach 10 Jahren konnte bei bis zu 50 % der Patienten eine weitere Operation zum Einsatz einer Knie-Totalprothese erforderlich sein. Zahlreiche Probleme in Verbindung mit dem älteren Design wurden korrigiert und der jüngst entwickelte Avon Patella-Ersatz weist nach 8 Jahren gute Resultate auf. Die Funktionsergebnisse des Gelenks scheinen gut und sind mit denen einer Gelenk-Totalprothese vergleichbar. Längerfristige Ergebnisse sind noch nicht bekannt und es ist unvermeidlich, dass sich bei einem geringen Anteil der Knie eine Verschlechterung zeigt und eine Knie-Totalprothese erforderlich wird. Der durchschnittliche Schmerzindex wurde in 386 Fällen über 8 Jahre verfolgt. |