Das Hauptproblem, das es zu verhindern gilt, ist die persistente, mangelnde Führung der Patella. Vorausgesetzt, dass dieses Detail während der Operation sorgfältig beachtet wird, kommt es extrem selten zu einer mangelnden Führung (unter 4 %) - siehe OP-Techniken. Im Fall einer ausgeprägten, rekurrenten Subluxation oder Dislokation kann dieses Problem in der Regel durch ein distales Weichteil-Realignment nach Roux Goldthwaite oder eine Tuberkelosteotomie im Elmslie-Verfahren behoben werden. In Fällen mit permanentem Schmerz können anhand einer Arthroskopie von Tibiofemoralgelenk und superolateralem Portal des Patellofemoralgelenks spezifische Fälle identifiziert oder ausgeschlossen werden. Die häufigste Ursache für Dauerschmerz ist die fortschreitende Erkrankung, eine Verbesserung kann durch ein arthroskopisches Debridement, eine partielle Menisektomie oder Chondrektomie erzielt werden. Wenn der Krankheitsprozess fortschreitet und hartnäckige Symptome bestehen, kommt der Patient für eine Knie-Totalprothese in Frage. Die Revision mit einer Knie-Totalprothese ist ein unkompliziertes Verfahren. Die Avon Patella-Prothese ist mit der der Kinemax Plus-Knietotalprothese identisch, somit ist ein modulares Verfahren unter Verwendung des Kinemax Plus-Systems die einfachste Lösung für das Problem. Wird alternativ ein anderes Knieprothesensystem eingesetzt, muss man entweder eine Verschiebung der Patella-Prothese in Bezug auf die Trochlea akzeptieren oder die Prothese komplett ersetzen. Die Avon-Prothese passt gut zu anderen Knieprothesen, wie z.B. dem Duracon- und Scorpio-Knie. Die Entfernung der femoralen Komponente ist unkompliziert. Der Zement zwischen Knochen und Prothese wird mit einer dünnen oszillierenden Säge bearbeitet, die Komponenten lassen sich normalerweise nach dem vorsichtigen Einsatz eines scharfen, 5 mm dünnen Osteotoms abheben. Nach Entfernung der femoralen Avon Komponente ist der anteriore Schnitt der gleiche wie bei einer normalen Knie-Totalprothese. Nach Durchführung der anderen Femurschnitte gibt es selten mehr als vier kleine Defekte, die den Zapfen der Femurkomponente entsprechen. Das restliche Verfahren entspricht einer primären Standard-Knie-Totalprothese. |