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Home >> Fachinformationen >> Technik >> Faktoren, die ein exaktes Patella-Tracking erleichtern



Technik

Faktoren, die eine akkurate Patella-Führung erleichtern

1 - Design von Femur und Patella

  • Die Form der Trochlea ermöglicht eine ungehinderte Bewegung in der Streckung.  Die Patella wird von der Furche erfasst, wenn sich das Knie um 90° beugt.

  • Der Patellafirst weist einen medialen Versatz von 3 mm auf.

2 - Position von Femur und Patella

  • Die Femurkomponente ist in einer leichten Außenrotation angeordnet (maximal 6°).  

  • Die Femurkomponente ist leicht lateral (1 – 2 mm) zur mittleren Intercondylärlinie angeordnet.

  • Ein anteriorer Schnitt, parallel zum distalen Viertel des anterioren Femurcortex, vermeidet eine Erhöhung der Trochlea.

  • Die Patella wird vor der Resektion vermessen, um die Rekonstruktion in der ursprünglichen Patella-Stärke zu gewährleisten.

  • Die Patella-Schnittvorrichtung wird so positioniert, dass die Patellaresektion symmetrisch erfolgt.

  • Die Reststärke des Patellaknochens sollte bei 12 – 15 mm liegen, damit er nicht zu dünn wird und so die Patella schwächt, bzw. zu dick bleibt und zu einer Überbelastung führt. Bei kleineren Patienten kann die Patellastärke bei der extra kleinen Ausführung (noch in Entwicklung) auf mindestens 10 mm reduziert werden.

3 – Release von Weichteilen

  • Lösung der lateralen Patellofemoral- Synovialfalte in der Nähe des Femurs.

  • Das laterale Retinaculum wird vom lateralen Patella-Osteophyt disseziert, um die laterale Retinaculum-Kontraktur zu lösen (Subperiosteale Peripatellar-Lösung).

  • Bei voller Streckung wird die eingesetzte Patella um 90° in Richtung Trochlea geklappt.  Das Retinaculum sollte locker genug sein, dass die Kante der Patella medial die Mittellinie der Trochleafurche erreicht (Klapptest).

4 – Beurteilung der Patella-Führung

  • Die mediale Patella-Gelenkfläche sollte über den gesamten Bewegungsbereich Kontakt mit der medialen Trochlea und dem Femurcondylus haben.  Die restliche Patella-Gelenkfläche stützt sich bei tiefer Flexion (über 110°) auf den medialen Femurcondylus.  Es ist sicherzustellen, dass kein Impingement vorliegt, wenn sich die Patella bei einer Flexion von 120° nach innen dreht. 

  • Wenn die Tendenz festzustellen ist, dass sich die mediale Gelenkfläche von der Femurtrochlea abhebt, sollte eine weitere Lösung des lateralen Retinaculums vom Rand der Patella durchgeführt werden.  Ein mid-laterales Release ist immer zu vermeiden, um Schäden an den lateralen Retinaculargefäßen zu vermeiden, die Weichteilhämatome verursachen.  (Dies verzögert die Heilung erheblich).

  • Ist die Führung nicht perfekt, kann ein einzelner Stich in der Mitte zwischen Retinaculum und Patella vorgenommen und die Führung erneut beurteilt werden.  Dadurch wird der Wundverschluss simuliert.  (Stichtest).

  • Besteht weiterhin eine laterale Fehlstellung, kommt eine Tibiatuberkel-Osteotomie mit Medialisierung oder die Umstellung auf eine Knie-Totalprothese in Betracht.
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